STS-107 Caramba Tagebuch 8 - Entzünden der Kerze

Am 9. Januar 2003 nahm die Besatzung der STS-107 an einer Telefonkonferenz in Houston teil während der diskutiert wurde dass die Düse des Haupttriebwerks Risse aufwies und wie das den Flug beeinträchtigen könnte. Ungefähr während der Hälfte der Konferenz wurde offensichtlich dass die Risse keine Spielverderber waren und die Besatzung, mit Lächeln in den Gesichtern, fuhr ab zum Kennedy Space Center. Am Morgen des 13. Januar flogen die Familienmitglieder der STS-Besatzungsmitglieder von Houston zur Patrick Air Force Base nahe dem Kennedy Space Center. Ausgiebige Sicherheitsvorkehrungen umfassten alle Aspekte der Mission und das Gebiet des Kennedy Space Centers war kein Platz für irgendjemand der Böses plante.

Wir verbrachten unseren ersten Abend in den Quartieren der Astronautencrew im Kennedy Space Center wo wir ein Abendessen (rotes Team) und ein Frühstück (blaues Team) hatten während wir ein Ständchen vom Schiffsarzt auf der Gitarre bekamen, die von einem örtlichen Musik/Pfandladen gespendet wurde. Die musikalischen Anstrengungen brachten dem Arzt ein Trinkgeld von $ 1,07 ein, zusammengekratzt von der Besatzung. Der Arzt erwähnte auch dass er die Dixie Dregs live gesehen hätte und sich gefragt hätte "Wer sind diese Jungs?!" und dass er später Freundlichkeiten mit Steve Morse in der Herrentoilette ausgetauscht hätte. Nach dem Abendessen/Frühstück gingen wir. Auf dem Weg zurück zur Air Force Basis bei einem Supermarkt anzuhalten schloss ein signifikantes Detail zur Sicherheit ein. Ein wenig zu viel Schwierigkeiten für Milch und Brot, würde ich sagen, aber unglücklicherweise notwendig wenn man die Natur der STS-107 Mission bedenkt.

Der nächste Tag sah uns wie wir die "Columbia" auf ihrer Startrampe besichtigten. Dies zog nach sich dass jede Person alle losen Gegenstände entfernte oder mit Bindfaden sicherte - oder jeden Gegenstand der sich lösen könnte. Sogar kleine Objekte auf der Startrampe können die Kacheln des Shuttle beschädigen wenn die Abgase der Raketen beginnen, Dinge während des Starts in Unruhe zu versetzen. Wir nahmen einen Aufzug zur höchsten erreichbaren Ebene der rotierenden Servicekonstruktion (RSS) die Zugang zu dem Shuttlekonstrukt bietet, dann inspizierten wir gemächlich verschiedene Dinge von Interesse bevor wir über Stiegen hinunter nur nächsten Ebene stiegen. Nach ungefähr einer Stunde verließen wir die Startrampe für ein Mittagessen im Strandhaus des Kennedy Space Center, das berühmt wurde durch "The Right Stuff".

Wir kehrten später am selben Abend zum Strandhaus zurück für ein Barbecue mit der Besatzung und Gästen, hauptsächlich weiter entfernte Verwandte und nahe Freunde. Kalpanas Familie schaffte es gerade noch für die letzte eine Stunde wegen Flugverspätungen die während der Reise von Delhi via Amsterdam und Detroit nach Orlando passiert waren. Um 20:30 endete die Party um das rote Team in die Lage zu versetzen nach Stundenplan zu schlafen währen das blaue Team die Startrampe mit ihren Familien besichtigte.

Das Mittagessen am Mittwoch war wieder im Strandhaus, gefolgt von einer Runde von Empfängen am Nachmittag während Gästen der Familie eine geführte Tour durch das Kennedy Space Center gegeben wurde. Der Tag wurde beendet mit einer weiteren Stunde im Strandhaus bevor das rote Team wieder ins Bett geschickt wurde.

Starttag, 16. Januar, war Anlass zu frühen Aufstehzeiten durch eine Abfahrt um 7:30 von der Patrick Air Force Basis zum Kennedy Space Center. Rona Ramon verdient zumindest eine Medaille dafür dass sie alle sieben Mitglieder ihrer Gesellschaft - einschließlich Kindern - pünktlich bereit machte. Nachdem wir im Kontrollzentrum für den Start angekommen waren, wurden alle Kinder dazu ermuntert in einem separaten Raum zu bleiben wo sie ein Missionsplakat malten das an den Wänden der Einrichtung ausgestellt werden wollte. Solche Plakate die zurück in die Geschichte des Weltraumprogramms reichen, zieren die Wände des Kontrollzentrums für den Start. Erwachsene blieben im Großen und Ganzen im Büro des Startdirektors, das für diesen Zweck großzügigerweise verfügbar gemacht wurde. Vor dem Fenster saß die "Columbia" auf der Startrampe in drei Meilen Entfernung, während unmittelbar auf der anderen Seite des Glases vier Weißkopf-Seeadler direkt über Augenhöhe segelten. Die Zeit die bis zum Start verblieb wurde damit verbracht, Willenskraft zu üben indem man die verschiedenen kulinarischen Dinge ignorierte, die vor uns ausgebreitet wurden, und im Fernsehen die Besatzung dabei zu beobachten wie sie in ihre Sitze an Bord der "Columbia" festgeschnallt wurden, Emails zu checken und anderen verschiedenen Aktivitäten.

Bei der Unterbrechung von neun Minuten wurden wir auf das Dach des Startkontrollzentrums gebracht, kurz nachdem der Countdown weiterging. Diese Zeit wurde damit verbracht für Fotos zu posieren und welche zu machen, es sich gemütlich zu machen und sich an das Gleißen des Sonnenlichts das vom weißen Dach unter unseren Füßen reflektiert wurde zu gewöhnen. Genau zur richtigen Zeit zündeten die Haupttriebwerke, gefolgt von der Raketenzündung sechs Sekunden später. Zuerst ein Knall, dann ein Röhren gefolgt von Vibrationen die wir durch unsere Füße fühlten als die "Columbia" abhob. Als sich das Shuttle vom Startturm entfernte, rief die vierjährige Noaa Ramon aus "Ich will das noch einmal sehen!" Weißer Dampf stieg auf und fort von der Startrampe als die "Columbia" aufwärts in den klaren blauen Himmel beschleunigte. Die Mischung aus Farben erinnerte mich an die israelische Flagge, bedeutsam wegen der Gegenwart von Ilan Ramon, Israels erstem Astronauten, an Bord der "Columbia". Bei der zwei Minuten Marke trennten sich die Raketen und flogen weg um ihre Fallschirme aufzumachen für die Wasserlandung in den Gewässern vor Cape Canaveral. Die drei Triebwerke achtern der "Columbia" verbrauchten Treibstoff in einer Geschwindigkeit von 1.000 Gallonen pro Sekunde bis nach acht Minuten und 30 Sekunden "MECO" (Abschaltung des Haupttriebwerks) aus den Lautsprechern gehört wurde. Die "Columbia" hatte ihren Gipfelpunkt über der Erde erreicht. Alles was blieb war die Triebwerke noch einmal zu zünden um eine stabile, konstante Erdumlaufbahn einzurichten bevor die Erdnähe erreicht wurde. Dies passierte nach Plan als wir im Büro des Startdirektors saßen, nachdem wir vom Dach heruntergeführt worden waren. Es erwartete uns die traditionelle Portion von Kuhbohnen und Schinken mit Maisbrot für gutes Glück, eine Tradition die aus den frühesten Tagen des Weltraumprogramms datiert. Nach einiger Zeit wurde eine Zeremonie abgehalten in der das für den erfolgreichen Start meistverantwortliche Individuum einen STS-107 Aufkleber an der Tür des Startdirektors anbrachte.

Ein wenig später besichtigten wir das Startkontrollzentrum, gefolgt von einer Auflösung unserer kleinen Truppe da zwei von uns in Cocoa Beach blieben während der Rest sofort nach Houston zurückkehrte.

Die Mission geht mit großem Erfolg voran und das Fernsehen daheim ist 24 Stunden am Tag auf den NASA Kanal eingestellt. Am Samstag dem 18. Januar wachte die Besatzung zu "Space Truckin" auf, und an diesem Morgen, dem 22. Januar, hielten ich selber und Kalpanas Familie unsere erste Videokonferenz mit Kalpana im Orbit.

J P Harrison

"Das Vorangegangene sind die persönlichen Beobachtungen von Jean-Pierre Harrison und stellt kein offizielles Statement oder Bestätigung durch die NASA oder irgendeines NASA Angestellten oder Auftragsnehmer dar."

Commander Husband
Commander
Rick D Husband
Pilot
William C McCool
Payload Commander
Michael P Anderson
Mission Specialist
Kalpana Chawla
Mission Specialist
Laurel B Clark
Payload Specialist
Ilan Ramon
Mission Specialist
David M Brown

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