STS-107 Caramba Tagebuch 2 - Über das Space Shuttle

Der Ausdruck "Space Shuttle", obwohl allgemein, einschließlich der NASA, verwendet für die Bezeichnung des geflügelten Raumschiffs das am Ende einer Mission zur Erde zurückkehrt, ist Kurzform für "Weltraum Transport System" (der "STS" Teil einer Missionszahl), die den Orbiter, externe Tanks und Feststoffraketen einschließt. Die Arbeit am Space Shuttle Programm begann 1972 und kulminierte im ersten Orbitalflug am 12. April 1981, pilotiert von John Young (einem noch immer aktiven Astronauten) und Robert Crippen. Das erste Space Shuttle, "Columbia" verbleibt im Dienst und wird die STS-107 Besatzung während ihrer 16tägigen Mission deren Start gegenwärtig auf 16. Januar 2003 festgesetzt ist, tragen. Drei andere Shuttles, "Endeavour", "Atlantis" und "Discovery" bilden den Rest der Flotte. Alle Shuttles sind nach mehr historischen seetüchtigen Schiffen desselben Namens benannt, die auf Forschungsreisen verwendet wurden.

Der Ablauf der Ereignisse von Startrampe bis Landebahn ist wie folgt:

  1. Neun Minuten vor Zündung des Haupttriebwerks tritt ein automatischer Halt in Kraft für die Bestätigung des Start-Status. Jede Mission hat eine Serie von Startfenstern. Im Fall von Weltraumstations-Missionen ist jedes Fenster relativ kurz um sicherzustellen dass ein Minimum an Energie verwendet wird um den Orbiter auf einen Abfangkurz zu bringen. Im Falle von anderen Missionen hängt das Startfenster, neben anderen Faktoren, von der erforderlichen Bodenkontrolle für Erdbeobachtungen ab. Ein Start kann aus verschiedenen Gründen verzögert werden, einschließlich mechanischer Unstimmigkeiten oder schlechtem Wetter im Kennedy Space Center oder einem der Notlandeplätze in Spanien oder Nordafrika.

  2. Das Haupttriebwerk zündet 6 Sekunden vor dem Start um das Gewicht des Shuttle-Zusammenbaues mit ihrem Schub zu balancieren. Was das Konstrukt von der Startrampe abhebt ist das Zünden der Feststoffraketen. Sowie sich das Space Shuttle vom Startturm entfernt, geht die Kontrolle für den Rest der Mission vom Firing Room im Kennedy Space Center an die Mission Control im Johnson Space Center in Texas über.

  3. Die große weiße Wolke beim Start ist Dampf. Eine sehr kraftvolle akustische Welle entsteht bei der Zündung einer Feststoffrakete, die das Shuttlekonstrukt beschädigen kann. Tausende Gallonen Wasser werden im Moment der Zündung in eine Grube gelassen, die so den Dampf erzeugen. Solch eine akustische Welle verursachte die Beschädigungen am Hitzeschild des Orbiters beim allerersten Start der "Columbia".

  4. Die Feststoffraketen sind jeweils mit vier Sprengbolzen an der Startrampe festgemacht. Diese Bolzen explodieren simultan mit der Triebwerkzündung und erlauben dem Space Shuttle Konstrukt abzuheben. Jedem Besatzungsmitglied werden irgendwann nach seiner Rückkehr Bolzenfragmente überreicht.

  5. Während des ersten Anstiegs muss das Shuttlekonstrukt Schub (und damit Beschleunigung) verringern um aerodynamische Überbelastung in der unteren Atmosphäre zu vermeiden. Das Konstrukt beschleunigt so schnell dass der dynamische Druck (Wind in deinem Gesicht) ansonsten Teile dazu bringen könnte, unbeabsichtigt abzufallen. Falls Sie den Startkommentar gesehen und gehört haben, haben Sie wahrscheinlich gehört "Triebwerk drosselt ab", was das Erreichen einer Höhe markiert in der die Atmosphäre weniger dicht ist, und damit gestattet dass Maximum-Schub (104%) eingesetzt wird.

  6. Zwei Minuten nach dem Start werden die Feststoffraketen abgeworfen. Dies ist vom Boden aus klar zu sehen da die Raketen ausgehen und dann in entgegen gesetzten Winkeln vom externen Tank wegfliegen. Diese Triebwerke landen mit Fallschirmen im Ozean und werden für den nächsten Gebrauch wiedergeholt.

  7. Ungefähr acht Minuten nach dem Start gehen die Haupttriebwerke aus und der externe Tank wird abgeworfen. Ein Besatzungsmitglied ist dafür verantwortlich, den Tank zu fotografieren wenn er sich vom Orbiter entfernt, bevor er in die Atmosphäre fällt und während des Wiedereintritts verbrennt.

  8. Der Orbiter ist jetzt auf dem Scheitelpunkt einer Umlaufbahn die, falls nicht korrigiert, in einem Wiedereintreten in der Atmosphäre halb um die Welt enden wird. Die Triebwerke für das orbitale manövrieren ("Kanonen", wie ich sie beschrieben gehört habe) werden dann gezündet um die Flugbahn zu "zirkularisieren" (NASA-Sprache) und den Orbit zu stabilisieren.

  9. Der Orbiter wird in jede erforderliche Position manövriert die für die momentane Arbeit erforderlich ist, üblicherweise Heck voran relativ zum Flugweg mit dem Bauch weg von der Erde. Die Ladebucht-Türen werden dann geöffnet um Hitze, die von den Systemen des Orbiters erzeugt wird, zu verteilen.

  10. Einmal in einer stabilen Umlaufbahn packt die Besatzung nach Bedarf ein und aus und beginnt mit der Arbeit an den Missionszielen und den wissenschaftlichen Ladungen an Bord.

  11. Für Antworten auf die üblicherweise gestellte Frage, "Wie gehen Astronauten auf die Toilette?", besuchen Sie bitte die entsprechenden Links weiter unten.

  12. Am Tag vor der Landung packt die Besatzung ein und aus je nach Bedarf für den Wiedereintritt. Der Kommandant und der Pilot führen auch Systemchecks des Orbiters durch um eine korrekte Operation sicherzustellen.

  13. die Wiedereintritts-Sequenz beginnt wenn die Ladebucht-Türen verschlossen werden und ungefähr eine halbe Umlaufbahn vor dem Wiedereintritt die Manövriertriebwerke gezündet werden um die Geschwindigkeit von 17.000 mph zu reduzieren.

    Der Orbiter wird dann in die Nase-voran und Nase-aufwärts Haltung manövriert die für den Hitzeschutz erforderlich ist und den gewünschten Flugweg in der Atmosphäre produziert. Abhängig vom Wiedereintrittsweg und den Lichtbedingungen, können Beobachter vom Boden aus den Orbiter sehen wenn er zum Landeplatz fliegt. Im Sommer 2000 beobachteten wir in Houston wie die "Atlantis" auf ihrem Weg zum Kennedy Space Center in der Stratosphäre vorbeistreifte.

    Wenn der Orbiter in dichtere Luft herunterkommt wird seine aerodynamische Kontrolloberfläche wirksam und eine Serie von S-Schleifen wird geflogen um Energie zu verteilen, und endlich fliegt man über der Landebahn (üblicherweise Kennedy Space Center) in ungefähr 50.000 Fuß Höhe vorbei, was den Beobachtern am Boden durch Schall-Knalle angezeigt wird. Der Orbiter wird manuell um den anzusteuernden Ausrichtungs-Kegel, eine imaginäre geometrische Figur am ende der Landebahn, die den Orbiter in der korrekten Höhe, Geschwindigkeit und Gleitweg positioniert, geflogen, wenn einmal seine Flügel angepasst sind.

    Der Anflugs-Gleitweg variiert zwischen 17 - 19 Grad (sechsmal steiler als der eines Flugzeuges) während der Orbiter die Höhe des Mount Everests in Sekundenschnelle herunterkommt. 1.700 Fuß über dem Boden zieht der Kommandant die Nase hoch für eine Vorabfanglandung, die sowohl Fluggeschwindigkeit reduziert aus auch den Gleitweg um drei Grad. Bei 300 Fuß Höhe fährt der Pilot das Fahrwerk aus und ein paar Sekunden später setzt der Orbiter Nase hoch mit ungefähr 200 mph auf, abhängig von seinem Gewicht. Nachdem das Bugrad aufsetzt, löst der Pilot den Landefallschirm aus, wonach der Orbiter zu einem Halt rollt.

    " Falls etwas hiervon Ihren Appetit geweckt hat, Information für die Bewerbung als Astronaut ist erhältlich bei
    http://nasajobs.nasa.gov/astronauts/

  14. J P Harrison

    "Das Vorangegangene sind die persönlichen Beobachtungen von Jean-Pierre Harrison und stellt kein offizielles Statement oder Bestätigung durch die NASA oder irgendeines NASA Angestellten oder Auftragsnehmer dar."

Commander Husband
Commander
Rick D Husband
Pilot
William C McCool
Payload Commander
Michael P Anderson
Mission Specialist
Kalpana Chawla
Mission Specialist
Laurel B Clark
Payload Specialist
Ilan Ramon
Mission Specialist
David M Brown

NASA links:
SpaceFlight Now
The Space Shuttle
Space Transportation System: Glossary of Acronyms and Abbreviations
How the Shuttle Got Its Name
NASA Facts Online: NASA's Orbiter Fleet: Columbia, Discovery, Atlantis, Endeavour
STS-1
Space Shuttle Mission profile and Abort Modes
Space Shuttle Columbia Lifts Off Into Space
Great Moments in Science: Space Toilet
NASA Human Spaceflight: Waste Collection System
Human Spaceflight: STS-107: Space Research and You
STS-107 Crew interviews (and meals) at NASA Human Spaceflight site


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