Dear Friends

DF 45 – Darwin, Dawkins, Täuschungen und obendrein, Unendlichkeit

April 2007

Liebe Freunde,

ich begann diesen Brief im Februar zu schreiben, als ich eine Pause in Portugal genoss. Ich machte ein paar Notizen in der Kategorie ein bisschen interessant, aber etwas hielt mich zurück. Könnten es die frische Luft und die täglichen Märsche entlang des leeren Strandes der Algarve gewesen sein – wo ich mich regelmäßig in Kontemplation verliere – oder könnte es meine Offenbarung gewesen sein?

Die Verzögerung und die Offenbarung rechne ich Professor Richard Dawkins (D) an – dem Grundsatzwissenschaftler – und seinem Kreuzzug gegen alle Religionen, in dem er die Fahne für Darwin hochhält. Sagte ich die Fahne hochhalten? Es ist mehr als das; er hat ein Schwert gezogen, eine Lunte angezündet und den Kelch vergiftet in einer Abhandlung von solcher Überzeugung dass es beinahe unmöglich ist zu verstehen wie irgendjemand mutig genug sein kann, an irgendetwas anderes als die Logik dieses sehr klugen Mannes zu glauben.

Wie kann man logisch argumentieren gegen die natürliche Auslese zu Gunsten des Intelligenten Designs – oder Kreationismus, wie es letzte Woche so unmodern bekannt wurde? Viele tun es aber D zerreißt sie fröhlich in Stücke in seinem neuen Buch Die Gottestäuschung.

Also werde ich es nicht versuchen, denn ich glaube dass D falsch liegt.

Wenn Logik das System – oder das Prinzip – der Beweisführung ist, einsetzbar in einem Wissenszweig oder einer Studie, dann würde man vernünftigerweise vom Logiker erwarten, alle seine Inhalte zu präsentieren, bevor er an seiner These arbeitet. Da er ein Ergebnis wollte, wählte D sorgfältig seine Waffen aus um das Konzept von Gott, wie es von den großen Religionen vertreten wird, zu bekämpfen. Aus diesem Grund fehlen große Stücke aus seinem Arsenal. Er ist so begeistert von der Wissenschaftstäuschung, dass er es verabsäumt hat, die Essenz von Glauben oder Liebe in Frage zu stellen, obwohl es die Wissenschaft zu unterstützen scheint, die er so liebt und an die er so glaubt. Also frage ich weshalb er nicht versucht hat, den menschlichen Geist in seine willkürliche Debatte einzubringen.

D ist hauptsächlich besorgt über die Übermacht der Religion über die Wissenschaft. Er fügt der Letzteren den Tod in tausenden kleinen Schnitten zu, aber er sieht zu weit in die Ferne, um die Wahrheit um ihn herum zu erkennen; so nahe dass es wie ein Schwarm Bienen schmerzen muss, weil es nicht weggehen wird, egal wie wild er mit seinem Stock wedelt.

Ich weiß so gut wie man etwas wissen kann dass der Menschliche Geist existiert, weil ich einen habe – so wie D – und ich kann ebenso gut, um der Diskussion Willen, Gott genannt werden.

Daher, wenn es euch nicht stört, möchte ich mich – in seinen Begriffen – mit den fehlenden Elementen in D’s Wortschwall beschäftigen.

Darwins Erklärungen bezüglich des evolutionären Prozesses scheinen momentan absolut vernünftig zu sein, also warum nicht sehen wie sie in Dawkins’ memetischer Welt funktionieren; Meme, so schlägt er vor, können die andere Seite definieren; die andere Seite sind jene Dinge, die nicht durch physische Selbst-Auswahl erklärt werden können, oder durch das Überleben des Stärksten, wenn euch das lieber ist; Mutter Natur – rot in Zahn und Klaue.

D behauptet – mit der Überzeugung eines Evangelisten – dass es nicht genügend Beweise gibt, um die Idee eines Gottes zu unterstützen. Jeder der das tut – so sagt er verächtlich – ist ein Dummkopf!

Professor Richard Dawkins bezieht sich auf Flatland – eine andere Offenbarung für mich – aber lediglich um die Welt darzustellen wie sie von den Unerleuchteten wahrgenommen wird. Er scheitert demonstrativ daran, die Gelegenheit zu ergreifen und Abbots großen Kitzel zu zeigen.

Edwin Abbott Abbott – um seinen vollen Namen zu nennen – war ein guter Lehrer. In seinem Buch Flatlands (1884) zeigte er uns, dass wir manchmal die Dinge nicht so sehen wie sie sind, weil Dinge (oder Konzepte) außerhalb unserer Dimensionen über unser Begreifen hinaus gehen. Um eine Kugel als das zu erkennen, was sie in Flatland ist – ein anerkannter und heiliger Kreis in einer zweidimensionalen Welt – müssen wir ein wenig auf und ab rücken, um etwas Perspektive zu erzeugen. Ich würde sagen, dass beides Religion und Wissenschaft gerade jetzt ein wenig verrücken nötig haben.

Dawkins verwendet schrecklich viel Zeit darauf, religiöse Extremisten anzugreifen. Er widmet lange, gut abgesicherte – aber unnötige – Passagen darauf, die aussagen jener Christen zu widerlegen, die davon überzeugt sind dass die Welt 6.000 Jahre alt ist. Es ist schwierig, diese Blase als irgendetwas anderes zu sehen als die Antithese zu Fundamentalwissenschaftlern oder theoretischen Physikern, die festgelegt haben dass vor dem Big Bang nichts war. Beide Ideen scheinen extrem unwahrscheinlich zu sein und – wegen ihrer Beschränkungen – in totalem Gegensatz zu meiner Theorie der Unendlichkeit.

Irgendwann in der Schule, als ich acht Jahre alt war, hörte ich das Wort Unendlichkeit. Es war schwer für mich, so ein abstraktes Konzept zu begreifen, da ich in einer klar definierten Welt lebte, in der alles einen Anfang und ein Ende hat. Wie auch immer, das Wort – Unendlichkeit – war herausfordernd, also dachte ich darüber nach, als ich eines Sommerabends im Bett lag. Mein Zimmer wurde von Wänden eingeschlossen, von Decke und Boden, aber da waren ein Fenster und eine Tür. Da begann es; ich flog aus dem Fenster, vorbei an überraschten Dämonen die ständig an die Scheiben pochten. Die Straße hatte ein Ende, aber sie teilte es mit dem Anfang einer anderen; alle Straßen führen irgendwo hin, außer den Sackgassen.

Ah, wir sind eine Insel, dachte ich, da hört es auf; England – als was ich es damals kannte – endete an der Küste. Aber was liegt jenseits des Ozeans? Also gut, lass uns zugeben dass wir auf einem Planeten leben und es damit gut sein lassen. Aber man muss nur aufwärts schauen – oder ist es abwärts? Nein, es ist hinaus; Man muss nur hinaus schauen um die Galaxie zu sehen durch die wir sausen. Und jenseits davon liegt ein bis jetzt unentdecktes Universum. Also nahm ich einen guten Vorrat an vertrauten Materialien und baute eine wunderschöne Ziegelmauer rund um das Universum, weit jenseits von allem damals Bekannten, und fiel in einen zufriedenen Schlaf, im Bewusstsein dass alle Dinge irgendwo enden und dass wer auch immer die lächerliche und dumme Idee der Unendlichkeit erdacht hatte, offensichtlich ein verantwortungsloser Romantiker war.

Es kann nicht lange gedauert haben, dass ich schweißgebadet kerzengerade im Bett saß. Was ist hinter den Ziegeln? Was liegt hinter meiner Mauer um das Universum? Mehr Ziegel!! Mehr Ziegel!! Eine Squillion mehr Ziegel!!!!!???

Das war mein letzter Versuch alles zusammen zu halten, bevor ich mich der Unendlichkeit ergab.

Unendlichkeit = Universum (alle bekannten Dinge) x Abbotsphäre (andere Dimensionen – physisch und metaphysisch, die wir uns nicht vorstellen können - aber über die manche von uns die Freiheit haben, nachzudenken).

Also: I = (U x A), als eine Gleichung ist es nicht sehr wissenschaftlich – oder göttlich – aber sie dient für den Moment ihrem Zweck.

Wegen der eklatanten Widersprüche, die rationale Denker dazu ermutigen, sich von den Erfordernissen und Leistungen eines konventionellen spirituellen Clubs zu distanzieren, und in vollständiger Unterstützung von D, würde ich sagen, Große Religion ist ein verführerisches Ziel für Analyse, das diese auch verdient. Aber – wenn es nach ihm geht – was wird aus all den armen verlorenen Seelen und Geistern, denen ihr Gefüge entzogen wird von dem kleinen Teufel Dawkins, wenn er ihre gesamte Basis mit einem mächtigen Blitz vom Berg Pythagoras zerstört? Die Türme würden sich biegen unter der Last ihres Gejammers, und dann unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen. Vielleicht sollten die großen Religionen als ein Verteidigungsmechanismus gegen D in den fortschrittlichen sauren Apfel beißen und unseren Glauben weniger prüfen, während sie unseren Seelen eine gesündere Kost servieren. Mit anderen Worten – entwickle dich oder stirb – wie sie in darwinischen Kreisen sagen – oder der Himmel könnte sich als Sackgasse herausstellen und das Paradies als ummauerter Garten.

Indem er Wissenschaft und gerissene Logik verwendet, drängt Darwin hart gegen die Extreme der Religion; so hart, dass der Stoff des Glaubens – in Verbindung mit ihm und seinem Ziel – ausgedehnt wurde bis zu einem Punkt, an dem ein wenig Licht durch das dünner werdende Material zu sehen ist – die Fehler werden sichtbar.

Ob Gott das Universum innerhalb der jüngsten Erinnerung geschaffen hat, oder zu der Zeit, die der wissenschaftlich Beweis vorschlägt, ist wirklich eine Ansichtssache. Die Meinungen gehen auseinander zwischen Theologen und Anhängern der verschiedenen Glaubensrichtungen. Verschiedene Religionen haben verschiedene Perspektiven und weil die Wahrheit so gebogen ist wie das Licht, bin ich begierig darauf – wie immer – sie zu erforschen.

Was habe ich zu sagen, das sich von all dem unterscheidet, was schon gesagt wurde?

Möglicherweise nichts, aber – wichtig für mich – es ist eine Sache die man Gleichgewicht nennt:

Ich habe keine Wissenschaft auf meiner Seite, obwohl es sein könnte dass ich im chaotischen Laboratorium der Quantentheorie ebenso qualifiziert bin wie jeder andere. Bevor ich fortfahre – ich werde es kurz halten – werde ich euch einige wichtige Berechtigungsnachweise präsentieren, damit ihr sehen könnt woher ich komme. Erst als ich sie niederschrieb entdeckte ich einige ungewöhnliche Gleichgewichte in meinem Leben, die mir einen ordentlichen Aussichtspunkt und einen unparteiischen Blick auf das Schlachtfeld liefern, auf dem Gott und Dawkins um die Vormacht kämpfen. Ich wuchs auf in London während der schlimmsten Zeit der jüngsten (sic!) Schwierigkeiten in Nordirland, also war ich daran gewöhnt – aber niemals apathisch darüber – zuzusehen wie sich die beiden Christlichen Seiten ihre Schädel einschlugen – ich nannte es Gottesvertrimmen.

Mein Vater stammte aus Govan in Glasgow, politisch links und der Gewerkschaftsvertreter in seiner Fabrik in Hounslow. Meine Mutter war eine gemäßigte Rechte aus einer Familie von Viktorianischen Konservativen, eine Schullehrerin. Jeder von beiden war ein klassisches Ergebnis seiner Umgebung, und ich liebte beide. Die gelegentlichen politischen Debatten waren immer gleich. Sie endeten in Frustration und unterdrückter Aggression, wenn Überlegenheit abgestritten wurde. Eine kalte Atmosphäre legte sich über unser Heim und man einigte sich auf eine taktische Pattsituation – bis zum nächsten Mal.

Die entgegen gesetzten Ideologien waren viel klarer definiert als heutzutage im modernen Britannien, und so war es einfach die Leidenschaft hinter den Argumenten zu verstehen. Als Kind war es für mich schwierig zu sehen, wie meine Eltern wegen ihrer tief verwurzelten Anschauungen zerstritten, deren Ursprünge schon beinahe vergessen waren; ich wollte dass sie sich in allem einig waren. Wie auch immer, ich war fasziniert und hörte gebannt dem Widerstreit zu; von meinem Standpunkt aus schien es ein Unentschieden zu sein, aber später erkannte ich, dass ein Unentschieden ein gewünschtes Resultat war, und mein Urteil also verdorben; oder war es das wirklich? Konnte das Gottes Weg gewesen sein, uns zusammen zu bringen, oder war es Teil eines Entwicklungsprozesses? Religion und Wissenschaft waren die einzigen zwei Möglichkeiten, und sie schlossen sich gegenseitig aus. Da gab es kein Verwinden, keine spiralförmige Entwicklung. Dawkins’ Meme verhielten sich – noch – nicht wie Gene.

Wir lebten in einer Sozialwohnung. – subventionierter Wohnbau für die Arbeiter- und die untere Mittelklasse. Solche Ausdrücke waren gediegener und vereinigender als einfach arm zu sein. Und doch brachte es meine Mutter irgendwie fertig, genug Geld zusammen zu kratzen, um für mich die Schulgebühren zu bezahlen damit ich das Hounslow College besuchen konnte – so dass ich den Vorteil einer privaten Schulbildung genießen konnte und den Unterschied zwischen einem Schlag und Prügeln verstehen lernen konnte. Diese abnormale Situation verursachte einige Schwierigkeiten. Ich war das einzige Kind aus der Sozialsiedlung, das an eine andere Schule ging, das einen dunkelblauen Blazer mit senkrechten hellblauen Streifen trug – sichtbar noch aus dem Weltraum – und eine ähnlich gemusterte große Schirmmütze. Es ist unnötig zu sagen, dass ich zweimal täglich das Opfer von ziemlich ernsthaften Drangsalierungen war, weil ich einfach nicht hineinpasste. Das selbe passierte umgekehrt an der Schule, wo ich der einzige Schüler war, der im Reservat lebte. Das lief auf eine Menge zerrissener Kleidung hinaus, aufgeschlagenen Knöcheln und blutigen Nasen – nicht alle von mir, da ich den Dreh herausbekam.

In der Pubertät begann ich Firmunterricht an der Kirche des Guten Hirten zu nehmen, unter der Anleitung des dortigen Priesters, Vater Stubbs. Er war eine charismatische Gestalt in einer Mischung aus C und E Anglo-Katholischer Kirche. Es gab einiges Weihrauchschwenken während der Gottesdienste und ich erfreute mich an der ersten Erfahrung von Gemeinde-Euphorie. Ich glaube, dass ich tatsächlich eines Sonntag Morgens von der Kirche heim flog; mein Geist war dermaßen erhöht.

Aber nur zu bald kam der Tag, an dem mein wissbegieriger Geist mit dem Konzept – oder wie auch immer – der jungfräulichen Empfängnis, und anderen Wundern zu kämpfen begann. „Habe Glauben, mein Sohn“ sagte der gute Vater. Es schien mir, als ob von mir verlangt würde, in einem Akt blinden Glaubens mein Denken von meinem Geist zu trennen; falls ich mit meinen Andachten fortfahren sollte.

Später in meinem Leben spielte ich Jesus Christus – in J C Superstar – und dann Charles Darwin – in The Evolution.

Also, alles was ich deutlich machen will, ist dass ich beide Seiten der Münze auf eine Art erlebt habe, die meinen Kopf zu jedem Gegenstand des Interesses zerrte, bevor ich darauf herumhacke.

Weiter geht es…

Hawkins stellte rätselhafter weise fest, dass es vor dem Big Bang nichts gab. Ich denke, er bezog sich auf unser einzigartiges Universalereignis, in welchem Falle es schwer ist, mit ihm nicht einer Meinung zu sein. Aber ich habe fünfzig und ein paar zerquetschte Jahre damit verbracht, auf dem Unendlichkeits-Knochen herumzukauen und so natürlicherweise herausgefunden, dass es eine seltsame Sache ist, das zu sagen. Wir sollten den theoretischen Physiker nicht ernst nehmen wenn er sagt ‚vor dem Big Bang war nichts’. Aber ich nehme an, auf dem Weg zum Verständnis der Unendlichkeit muss man irgendwo anfangen.

In seinem Buch bezieht sich D auf Mark Twains Beobachtung – ‚Ich habe Millionen von Jahren vor meiner Geburt nicht existiert – ohne die geringste Unbequemlichkeit zu erleiden’ (para). Er – Twain – scheint damit zu sagen dass falls er eine Seele hätte, dann hätte sie gelebt und wäre gestorben innerhalb seiner Lebensspanne.

Wenn das der Fall wäre, welche Auswirkung hätte dann dieses Leben auf die Menschheit? Einen ziemlich großen, würde ich sagen, zumindest so wie seine Worte durch die Zeiten wogen. Aber waren das seine Worte?

Waren das seine Worte – seine Worte alleine? Und sind das Meine?

Viele von uns fühlen die Berührung durch unsere Vorfahren. Wir wissen dass Twain viele Seelen vor und nach seinem Tode beeinflusst hat, und sein Geist lebt weiter – ob er Unannehmlichkeit dadurch erleidet, ist nicht bekannt. Wie auch immer, er geschah nicht einfach nur; er war mit einem Vermächtnis geboren. Ob es durch direkte Vererbung (wie bei einem geborenen Genie) oder durch sekundäre Einflüsse, im Sinne seiner sterblichen Umwelt – oder beidem – geschah, ist eine andere interessante Frage.

Als er sterbend in meinen Armen lag, waren die letzen Worte meines Freundes Martin… ich sehe dich beim nächsten Mal, Kumpel. Martin war nicht religiös, hatte vermutlich den größten Teil seines Lebens nicht darüber nachgedacht; ging zur Kirche wenn es notwendig war – wegen gesellschaftlichem Respekt – aber er fühlte dass sein Geist irgendwo hin ging. Aber ich bezweifle, dass er jemals darüber nachgedacht hat, woher er gekommen war.

Es ist schwer zu glauben dass ein Leben nach dem Tode existieren kann ohne ein Vor-Leben. Wenn man an eine Religion glauben will, die Himmel oder Paradies oder ewige geistige Verdammnis anbietet – entweder da oben oder da unten (Kein Lachen im Himmel – Wordographie Nr. 4), dann müsste gemäß den Gesetzen der Unendlichkeit (sic) – oder Evolution – aber nicht Kreationismus, dann müsste eine Art Vorlebenserfahrung passiert sein, um dich auf den kurzen Zeitraum vorzubereiten, in dem man Kleidung trägt - gewöhnlich ab drei bis zehn Jahren, abhängig von Zeitalter und Gegend.

So sicher wie Euklids parallele Linien durchdrehten, als sie ins 20. Jahrhundert hineinreichten, so sicher wird meine Unendlichkeit zu einem Ende kommen – oder wenigstens zu einem verblüfften Halt – wenn sie an den Türen einer neuen Realität ankommt.

Und was hat Gott in all seinen Formen damit zu tun? Mein Vater ist größer als dein Vater!

Sollen wir über deinen Gott reden oder über meinen – deine Version oder meine? Und wäre das zum Beispiel der Christliche oder Muslimische? Der Katholische oder der Protestantische? Der Sunnitische oder der Schiitische? Vielleicht ist Gott darwinistisch in seinem Wesen; zuerst bekommst du den Kampf um das Überleben eines Glaubens, dann eine Entschlossenheit zur Überlegenheit.

Und das – Überlegenheit – ist das Schlüsselwort in D’s fehlendem Faktor; endend in einem logischen Fehlschlag. Hier mache ich einen Überblick über den Kampf der beiden Gruppen von Extremisten, die sich für einen Überlegenen Gott oder eine Überlegene Wissenschaft einsetzen; nicht so sehr nachdenkend über die anscheinend unüberbrückbaren Pattsituationen, sondern über die fruchtbare Zone zwischen den Gegnern, die wirklich ein geh-nicht-hin-Gebiet ist – also fange ich an! Ich denke, dass Wissenschaft (Genetik) und Gott (Memetik) unabänderlich verflochten sind. Meme (diese eigensüchtigen Meme) sind Dawkins’ außer-physischen Gene – er wendet die Evolutionstheorie auf die menschliche Psyche an, aber scheint ein Hindernis erreicht zu haben… weil er nicht herausfinden kann, wo es begonnen hat – keine versteinerten Seelen. Ha! Es ist nicht so einfach, Prof.

Die menschliche Seele wird in der Wissenschaft nicht oft erwähnt, weil wir sie als gesichert annehmen. Dennoch ist sie ein schwer fassbares Mistding; kein Hirn- oder Herzchirurg hat jemals eine während einer Operation gesehen, aber jeder Hexenmeister hat. Religion war mit uns seit es Hexenmeister auf sich genommen haben, für unsere Seelen zu sorgen und es unseren Stammesführer überließen, sich mit den Staatsangelegenheiten zu befassen.

Die Schwierigkeit ist, dass die meisten Religionen sehr alt sind und infolgedessen wenig Bedeutung für das moderne Leben haben. Die großen Religionen bieten weiterhin Angst und Hoffnung in unterschiedlichen Dosen an, Schuld und Sühne; um Dawkins zu zitieren alles für einen Gott, dessen Existenz jeglichen Beweis ermangelt.

Kein Beweis? Wo auf der Welt hat er gesucht – sicherlich nicht direkt unter seiner Nase. Gerade während die Wissenschaftler darum kämpfen, die dunkle Materie zu finden, die einen großen Teil der fehlenden Energie erklärt die dafür notwendig ist die Gleichung zu füllen um die Ausdehnung des Universums zu erklären – weil sie an der falschen Stelle suchen – weigern sie sich dogmatisch den Beweis zu erkennen von dem sie behaupten er wäre nicht-existent oder nicht wissenschaftlich – nur empirisch? Pah! Das Problem ist wieder dass sie – Dawkins ganz besonders verwegen – an der falschen Stelle suchen und die falsche Hypothese anwenden.

D wird in seiner Verwirrung von den religiösen Organisationen nicht geholfen, die, je verbreiteter sie sind für sich in Anspruch nehmen, dass ihr besonderer Gott – eifersüchtig oder sonst wie – das Universum intelligent gestaltet hätte. Dieser Grundsatz muss als gültig erschienen sein als das Universum ein kleines flaches Ding war, über dem der Himmel und unter dem die Hölle war. Aber wir haben uns von dort weiter bewegt; um allerdings fair zu sein, ein paar Religionen haben versucht Schritt mit den Entdeckungen zu halten und haben die meisten Änderungen der Realität überlebt, wegen der Bedürfnissen der Herde. Diese Bedürfnisse können zusammengefasst werden unter allgemeinen Begriffen… Ein Gefühl des Dazugehörens und ein Gefühl der Bestimmung. Ein Gefühl des Dazugehörens und ein Gefühl der Bestimmung, das ist es was die meisten von uns wollen, denkt ihr nicht auch?

Die Schwierigkeit ist, dass jeder Strang unserer spiralförmigen Existenz in der spirituellen – memetischen – Welle ein einzigartiges und entgegen gesetztes Ziel verfolgt – blutrünstige Religion und blutrünstige Wissenschaft – und niemals sollen die Zwei zusammenkommen.

Religion ist gut darin, uns ein Gefühl der Zugehörigkeit zu geben, aber normalerweise wird von uns erwartet, Gottes Absichten zu dienen. Wohingegen das Gegenteil für die Wissenschaft gelten könnte, unter deren Herrschaft unser Gefühl der Bestimmung stark stimuliert wird, aber der Nervenkitzel am Ganzen ist ausschließlich für erregbare Eierköpfe.

Wie die Argumente, die von meinen Eltern vorgebracht wurden, scheinen die Standpunkte unvereinbar zu sein, aber tatsächlich haben beide Viel, das für sie spricht. Wenn ich durch die neuen Transparenzen im überdehnten Gewebe sehe, würde ich sagen sind es mehr als 50 Prozent, die auf ein Maß an Überlappung hindeuten. Ich habe das Gefühl (ist Gefühl eine Wissenschaft? Nein, es ist eine Sphäre), dass wenn jede Fraktion die extremeren Teile ihrer Linie von Gefühlen fallen lassen würde, wir uns auf eine Übereinstimmung konzentrieren könnten, die etwas Interessantes hervor bringen könnte und – wenigstens für den Moment – eine funktionierende Realität, also wird – durch den Druck des Fehlens - aus einer linearen Version ein einfacher zweidimensionaler Winkel der eine neue Richtung nimmt.

Wie entwickeln sich Ideen? Kinder warten nicht einfach mit ihren Gewissheiten auf. Entgegen der Aussage, die vor ein paar Jahren von einer berühmten – obwohl ich mich an ihren Namen nicht mehr erinnern kann - gemacht wurde… ‚Wir sollen von unseren Kindern lernen’. Also das ist wirklich politische Korrektheit in ihrer verblüffendsten Form. Das bringt mich dazu, mich zu fragen was Charles Darwin von unserer Erbschaftssteuer gehalten hätte. Die mit einem IQ von über 120 müssen 40 Prozent der nächsten Generation verlieren?

Also das ist ein Beispiel von Memen am Werk – soziale Entwicklung die einen Glauben erzwingt, der auf einem ererbten Sinn für Ungerechtigkeit basiert! Gordon Brown, unser diebischer UK Kanzler und designierter Premierminister – meint, dass es gut ist, wenn ein Drittel der Gesellschaft von staatlicher Hilfe abhängig ist. Er würde jeden Penny wiederverteilen, bis – wenigstens für den Moment – jeder ein gleich großes Haus und dessen Inhalt – erzwungen durch das Inspektorat – hätte, die selbe Menge Geld, die selbe Schule besuchen und für immer Labour wählen würde. Dieser Moment – hoffentlich niemals erreicht – würde mit anderen Worten Stillstand heißen; die Leere würde mit etwas kraftvollem und dynamischem gefüllt werden, und infolgedessen, gute Nacht Gordon - träum weiter.

Meine Vorstellungen sind nicht die von meiner Mutter oder meinem Vater, aber das Gleichgewicht ihrer Argumente gab mir eine breite Basis auf der ich den Wert zukünftigen Inputs von Schule, Kirche und Gesellschaft in ihrer Gesamtheit beurteilen konnte. Ich baute einen Speicher von Informationen auf, indem ich ständig in jeder Abteilung hinzufügte, bis ich imstande war das Bild zu verstehen, einen Standpunkt einzunehmen und es zu archivieren. Jede dieser Dateien würde – und wird noch immer – geöffnet und aktualisiert, wenn neue Informationen auftauchten.

Die frühe Lernkurve war das Sprungbrett meiner sterblichen Reise, später in vielfältiger Weise erweitert durch die Führung von Geistern meiner Vorfahren. Klingt das seltsam oder skurril? Ich nehme an es könnte zum Fürchten sein, wenn ihr in einem Mainstream-Sumpf festsitzt. Na ja…

Als ich das Alter von 20 erreichte, wusste ich alles – aber jetzt weiß ich es besser.

Ich weiß, dass manche Leute gegen die Werte ihrer Familie rebelliert und einen radikalen Weg gewählt haben, aber die meisten von ihnen sind der Form treu geblieben; formen ihre memetischen Vorstellungen mit kleinen konservativen Schritten.

Man muss nicht das Alpha-Männchen oder das weibliche Gegenstück sein, um einen Weg zu finden, seine Linie im Kampf um die Vorherrschaft zu verbessern, denn wer weiß, du könntest ein Wunderkind als Sohn oder Enkelin haben. Also, um des Überlebens Willen sind Allianzen nützlich; wenn du einen Anführer oder eine Gruppe findest, die für deine Zwecke nützlich sind, warum sich nicht eine Weile anschließen, bis deine Nachkommenschaft dazu bereit ist, die ideologische Blutlinie herauszufordern.

So werden Traditionen weitergegeben: Folklore war der Kanal vor dem geschriebenen Wort, und war wahrscheinlich genauer als unsere Geschichtsbücher; sie tendieren dazu, die Sieger oder dominanten Glaubenssätze wiederzugeben. Meine alte Encyclopaedia Britannica liefert einen Mangel an Informationen zum Thema Apartheid ab. Erstaunt über die minimale Beschaffenheit eines so riesigen Themas suchte ich den Index – nichts. Im ersten Moment perplex, fand ich meinen Weg auf die erste Seite und da war die Antwort: Encyclopaedia Britannica, veröffentlicht in London, New York und Kapstadt. Ah!

Britische Regierungen haben während meiner Lebenszeit von Rechts nach Links geschwenkt, aber jetzt sind beide großen Parteien Zentristen – oder Populisten, sollte ich sagen – und man kann den Verlust an Bewegung und Mangel an Schwerpunkt sehen, der durch die Verlangsamung des Pendels verursacht wird. Äußere Kräfte haben auch ihre Rolle gespielt; die EU hat viel an Macht von Westminster verlagert, und infolgedessen ist das UK auf viele Arten überbeansprucht, ohne die Schwerkraft des sozialen Kernsubstanz, um dem Effekt entgegen zu wirken.

Es scheint mir, dass viele wissenschaftliche Flaggen widergespiegelt – oder vielleicht inspiriert sind – vom menschlichen Verhalten. Newtons Drittes Gesetz ist zum Beispiel im negativen Sinn nur geringfügig ungenauer als, sagen wir Für jede Aktion im mittleren Osten gibt es eine gleichwertige und völlig über-blutig-triebene Gegenreaktion.

Macht euch keine Sorgen, die Flotte steht bereit.

Wie jüngste Ereignisse gezeigt haben, gibt es einen markanten Unterschied im Kampf um internationale Vormacht zwischen denen, die Monopoly spielen und denen, die Schach spielen. Es ist ein unwiderstehlicher Vergleich; wenn du jemals beide Spiele gespielt hast, wirst du anerkennen, dass die Geisteshaltung für beide ziemlich unterschiedlich ist. Welche Rolle also spielen diese Spiele in unseren Leben, oder leiten sie die Strategien großer Anführer. Sie haben sie (die Spiele) nicht erfunden, oder die Kriegsspiele, die in Sandhurst oder West Point gespielt werden.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Seele gen Himmel fährt – oder weitergeht – als ein Akt der Beendigung. Sie geht dorthin – oder zur Hölle, wenn du willst – als eine weiterentwickelte Version derjenigen, die siebzig Jahre früher angekommen ist in dem, was einst – damals auch von Wissenschaftlern – das Wunder des befruchteten Lebens genannt wurde; um die Vorfahren wieder zu treffen und die Nachkommen – aus einer wohlüberlegten Distanz – in der Evolution eines Zweiges der Art des menschlichen Geistes anzuleiten.

Es ist ein gesunder Prozess der natürlichen Auswahl – unsere Geister brauchen Erfrischung und unsere Zeit auf Erden ist eine Periode der Veränderung zum Zweck, diese Mikro-Intelligenz bis zu jenem Punkt weiter zu entwickeln, an dem unsere Körper nicht mehr länger erforderlich sind. Das passt ziemlich bequem zu meiner Theorie der Unendlichkeit, weil es ein aufgeräumter Behälter ist; außerhalb gibt es eine Vielzahl an stimulierenden Optionen und innerhalb gibt es ein funktionierendes Gerüst, an das sich die Feindseligkeiten klammern und für eine Weile grübeln können.

Nimm – für einen lächerlichen Moment – an, dass die Religionen – in einem großen Schritt für die Menschheit – ihren Anspruch fallen ließen, dass eine Super-Intelligenz namens Gott das Universum erschaffen hat, und – in einem ebenso inspirierten und unwahrscheinlichen Blitz von Unbekümmertheit die Wissenschaft – in einem großen Geist des Abenteuers – zugeben würde, dass es vor dem Big Bang etwas gegeben haben müsse. Dann könnten wir mit unseren Leben ziemlich gut fortfahren; glücklich im Wissen dass Gott innerhalb von uns allen ist und vereint im Glauben dass etwas vorher gegangen sein muss, und demzufolge wenigstens eine der Schwierigkeiten, die mit dem Dasein auf Stammesbasis verbunden sind, vom Leben auf der Welt entfernt hat.

Du brauchst keine Religion, um moralische Standards zu haben, aber du brauchst Gott. Gott braucht nicht wirklich Religion; Ich würde denken, Sie – warum nicht eine Sie? – ist ein kleines Bisschen sauer, dass unsere elende mürrische Spezies sich zur Vorherrschaft über die Säugetiere auf diesem sehr besonderen Planeten entwickelt hat. Sie muss eine Tendenz zur Verehrung von albernen Dingen festgestellt haben, und einen noch mehr albernen Hang, diese entsprechend der örtlichen Zweckmäßigkeit zu vergöttlichen. Diese Praxis wurde am bemerkenswertesten von den in Britannien einfallenden Römern eingesetzt, als sie – um die Lokalbevölkerung glücklich zu machen – das Christentum einführten, indem sie die heiligen Tage (Feiertage) geringfügig verschoben, um sie mit den heidnischen Festen zusammen fallen zu lassen.

Die sich entwickelnde Spiritualität der Spezies entfaltete sich – durch Religion – ziemlich natürlich auf verschiedene Arten und in verschiedenen Bereichen; um sich den örtlichen Kulturen anzupassen und dann ihre Position in der Gesellschaft heftig zu verteidigen; normalerweise an der Seite der weltlichen Anführer, die sich an den symbiotischen Vorteilen machtteilender Aufgaben erfreuten, aber manchmal als oberste regierten, indem sie den Zorn Gottes anriefen, durch Dschihad oder Inquisition, Bibel-Verprügeln oder rücksichtsloses Koran-Vorgehen. Alles in Ihrem Namen – dem einen Wahren Gott – unterstützt durch die Beweise, die in die aufnahmefähigen Geister der Kinder, zusammen mit anderen Märchen, eingepflanzt wurden. Sie muss so wütend wie Dawkins gewesen sein, der seinen Standpunkt eloquenter und ausführlicher vertritt als ich.

Es kommt nicht darauf an, ob Sie die Multiversen erschaffen hat; es ist genug zu wissen, dass Ihr Wissen jedes Verständnis übersteigt; während wir erkennen dass wir in unserer Existenz ein unberührtes Element besitzen. Unsere Seelen wurden ausgebildet oder eingeschränkt unter der strikten örtlichen Übersicht durch unseren Vikar, Priester, Mullah oder Rabbi in den mit Absicht so gebauten Örtlichkeiten, zu denen wir gehen um unseren Gott im sicheren Wissen zu verehren, dass der Meister auf der Kanzel mit der Ultimativen Autorität spricht. Wirklich?

Blinder Glaube versklavt unsere Seelen. Betrachtet Telepathie als natürliche Erweiterung der Empathie. Ziemlich gut möglich, wenn du die Mittel-Frau herausnimmst – das wird zu unbeholfen – den Mittel-Mann; wenn wir damit fortfahren durch das Dogma gewürgt zu werden und unsere Intelligenz an der Kapellentür abgeben.

Wie immer – in der memetischen Spirale – muss mit all dieser Hoffnung eine hinzugefügte und ausgewogene Portion an Angst kommen. Man könnte das als den widerstreitenden Prozess beschreiben, so essentiell für unser Wohlergehen. Anderenfalls werden wir ganz sicher daran scheitern freizusetzen und dort enden wo wir angefangen haben, oder schlimmer, denn dann wird nichts mehr da sein, um das man im Namen der Überlegenheit kämpfen könnte.

Hier ist also die beinahe unausweichliche Botschaft des Verhängnisses. Halte nur für einen Moment inne und denke über das Ausmaß der Ereignisse nach seit die ersten Hexenmeister auftauchten, was wahrscheinlich nicht allzu lange nach dem Zeitpunkt kam, da wir Hominiden zu Erectus und zu Sapiens wurden, und es noch nicht viele von uns gab. Dann bewege dich langsam vorwärts bis, sagen wir Christi Geburt ungefähr vor zwei Jahrtausenden, als die menschliche Bevölkerung ungefähr 600.000 betragen haben soll. Es sollte bis zum 19. Jahrhundert dauern um die Milliarde zu erreichen. In den hundert und ein paar Jahren seither ist die Bevölkerung auf der Erde auf über 6 Milliarden angestiegen, und im Jahre 2025 werden es acht Milliarden sein. Man muss nicht Richard Dawkins sein um zu erkennen dass diese exponentielle Wachstumsrate unhaltbar ist. Studiere die Vorhersagen über Bevölkerungszahlen für die nächsten hundert Jahre und fühle wie deine Knie vor Angst zittern. Wenn die traditionellen Einschränkungen – Hunger, Trockenheit, Krankheit und Krieg – wegen Gott oder der Wissenschaft nicht funktionieren, dann – ohne einen gemeinsamen Feind – wird der anscheinend unausweichliche Prozess der Gegenseitig Vereinbarten Zerstörung wieder einsetzen und der Planet wird erlöst sein vom Bedürfnis gerettet zu werden; erlöst um so mehr als die Pest genannt Menschheit ausgerottet sein wird, würdest du nicht auch sagen; wie verurteilend ist das!! Und ob es das Werk von Gott oder der Wissenschaft ist, ist eine Frage die von niemandem gefragt und durch niemanden zu beantworten ist. Dies deshalb, weil wir vor unserer Reife ausgerottet sein werden; das Nachher wird vom Vorher abgetrennt sein und unsere Vorfahren – Götter – werden von ihrer Bestimmung ferngehalten.

Natürlich, wenn du an die Unendlichkeit glaubst, dann gibt es für das Ganze keinen Anfang und kein Ende, nur Anfänge und Enden von Dingen und Ereignissen wie Schlafzimmern, individuellen Lebenszeiten und Abbott’schen Sphären. So leben wir in der Hoffnung, die in unseren Seelen zuletzt stirbt. Vertraute Worte, aber die Hoffnung verringert sich in dem Ausmaß in dem wir jeden Tag hoffnungsloser im Leim des intellektuellen Streites verwickelt werden, bedrängt von fehlerhaften Forderungen auf der einen Seite, und tief verwurzeltem Dogma auf der anderen Seite. Wenn beide unrecht haben, was können wir dann tun – wie können wir überleben? Es scheint als ob sich die Götter verschwören, allem ein Ende zu machen; wir bringen uns noch immer gegenseitig im Namen des Einen Wahren Gottes um. Hier hat Dawkins Recht, obwohl – wie wir über Alvin Tofflers Future Shock zu sagen pflegten – er übertreibt einfach das blutig Offensichtliche.

Der menschliche Geist muss massenhaft beschäftigt und erhoben werden, um der banalen Natur unserer Existenz zu entkommen. Deshalb ist Religion – sehr zum Ärger von D – gediehen, seit die sprichwörtliche Zeit begonnen hat. Es fühlt sich gut an, es fühlt sich großartig an. Aber warum sollten wir unserer Priesterschaft logische jedoch unbeantwortbare Fragen vorlegen müssen? Und doch, sie antworten immer, wie sehr auch immer diese Antworten logischem Denken Hohn sprechen und blinden Glauben verlangen.

Nur weil einige der weniger aggressiven Kirchen scheitern, bedeutet das nicht, dass wir unsere Spiritualität verlieren; wie bewiesen durch die zunehmende Suche nach anpassbaren uralten Glauben, angepasst an moderne Bedürfnisse. Und lasst uns nicht die geteilten Richtwerte und guten Sitten jeder Gesellschaft vergessen. Keiner von uns ist in irgendeiner Hinsicht perfekt, und diese Verwundbarkeit könnte uns zusammen führen, wenn wir unsere Götter fortschrittlicher und intelligenter sehen würden.

Entwickelt euch oder sterbt – hört auf die Religion und setzt die Wissenschaft zurück; ihr habt eine gemeinsame Sache.

Bin es nur ich, oder denkt jeder andere auch dass die Wahrscheinlichkeit, eine andere vergänglich physische Spezies wie uns – draußen im Weltall – zu finden weniger wahrscheinlich ist, als Kontakt auf andere Arten herzustellen? Wir sehen Sterne die nicht existieren – sie brannten Millionen von Lichtjahren aus, bevor wir sie ansehen konnten – und doch planen wir, unsere bescheidene Galaxie zu verlassen in kleinen Maschinen, die langsamer als das Licht reisen. Ich weiß, einst hatten wir Angst davor, vom Rand der flachen Erde zu fallen, aber jetzt sollten wir es besser wissen.

Man sagt, wir müssten schneller als das Licht reisen wenn wir irgendwo hin gelangen möchten, und – bis jetzt – gibt es nur ein paar Wege, das zu tun.

Wissenschaft: An einer Umwandlung wird gearbeitet, aber es wird eine schmutzige Angelegenheit werden bis sie es hinkriegen, und die Pioniere werden es schwierig haben, außer sie entdecken ein Sternentor, oder – eher wahrscheinlich – sie beweisen dass Einstein Unrecht hatte.

Religion: Der Himmel scheint für viele Gläubige verlockend, als eine Reise aufwärts für die Seele, aber diese Bestimmung ist nicht zufrieden stellend ohne das Gleichgewicht der spirituellen Geschichte, und ebenso vielleicht für Viele, die die Ewigkeit nicht mit den gegenwärtigen Inhabern teilen wollen. Wie auch immer, wir befinden uns bereits auf einer spirituellen Reise, sie ist lediglich nicht zielgerichtet wegen des Kampfes um Vorherrschaft oder Überleben während unserer Erwachsenenzeit auf der Erde.

Ich bin noch nicht ganz dort, aber ich kratze an der Oberfläche.

Gefühl des Dazugehörens = Gott
Gefühl der Bestimmung = Wissenschaft

Tatsächlich brauchen wir beides.

Cheers,

Ian Gillan

Copyright © Ian Gillan 2007

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