Dear Friends

DF 40 - George Best, blissing mit BA & Sieger des Wettbewerbs

Dezember 2005

Liebe Freunde

Die Wäsche ist gemacht, die Koffer sind verstaut und ich bin für sechs Wochen zu Hause. Der Golfstrom kämpft - mal wieder - damit, zu den tropischen Tiefen zurückzukehren, nachdem frisches Wasser vom geschmolzenen Eis der Arktis den Salzgehalt dieser nördlichen Gewässer verringert hat. Das bedeutet, dass der aktuelle kämpft um zu versinken und im Süden in tieferen Ebenen zurückzukehren, wo er sich normalerweise wieder aufwärmt und aufsteigt, um nach Norden zurückzukehren und unsere Küsten zu erwärmen.

Konsequenter- und paradoxerweise sind wir daran, eine neue Eiszeit zu umarmen als direktes Ergebnis der globalen Erwärmung. Vielleicht ist dies die richtige Zeit, ein paar Möglichkeiten zu erklären.

Dieses Jahr blieb Maxfield Parrish länger als der übliche kurze Herbstbesuch; er arbeitete mit seiner schlauen Geschicklichkeit an den sterbenden Blättern und kümmerte sich ganz besonders um die Kulisse des Golden Cap und seinen Reflektionen in den harmlos kalten Wasser der Lyme Bay; sogar mein Hund Meghan unterbrach (Entschuldigung) ihre Eichhörnchenjagd, um die wundersame Magie eines frostigen frühen Novembertages zu erschnuppern.

Jetzt - einen Monat später - kocht die See in kalter wut und die Telegraphendrähte pfeifen wie die Takelage einer Yacht. Ich kann nicht weit sehen durch die graupeligen Böen und die dunkel werdenden Himmel, also ist es ganz bestimmt Zeit, durchgeblasen zu werden. Komm, Hund, Gassi - aber erst werde ich dies fertig tippen oder es wird nie getan werden vor dem Neuen Jahr.

George Best starb am Freitag, 25. November 2005. Ziemlich regelmäßig haben wir '82 an den Nachmittagen in einem Club namens Rag in London Pool gespielt; nur wir beide in einem kleinen Raum abseits der Hauptbar. Ein Pfund pro Spiel war der übliche Einsatz mit der Idee, dass der Gewinner die Drinks zahlen würde - ein Konzept, das wenig dazu beitrug, den Spielstandard zu verbessern. George war ganz scharf auf ‚doppelt oder Schluss' - ein entnervendes Prinzip, das leicht deine Verluste exponentiell in Bezug zu deinem Können, oder dem Mangel dran, beschleunigen kann.

Unser privates Spiel wurde jedoch bald entdeckt, und es war nicht ungewöhnlich, gegen 16:30 Uhr eine Zarge von Mitgliedern zu sehen, die am abgesperrten und verhängten Eingang zu unserem Versteckt hingen. An einem bestimmten Tag gewann ich die ersten beiden Spiele und George sagte, ‚also doppelt oder Schluss, das macht vier', was einen Einsatz von vier Pfund für den dritten Rahmen bedeutete. Obwohl die stille Post uns übers Ohr haute, als der Barmann uns eine neue Runde Drinks servierte und den Klatsch überbrachte. Jemand am Eingang hatte gesagt ‚Sie spielen um vier Riesen!!' Nun, das war's und George zerriss es und wir beschlossen, weiter zu spielen; also nach drei weiteren Niederlagen stand George davor, zweiunddreißig Riesen zu verlieren - laut der Gemeinde. Es gab oohs und aahs bei jedem verpassten Loch. Dann und wann unterbrachen wir für einen Plausch; die Spannung im Publikum war unerträglich. George gewann das Spiel und der Spielstand war daher ausgeglichen, an welchem Punkt wir ein Münze warfen, um zu sehen, wer die Drinks bezahlen sollte, nur um herauszufinden, dass unsere bescheidene Rechnung von einem Mitglied beglichen worden war; begeistert von der Aufregung und beeindruckt von der nonchalanten Art, wie die Spieler um so hohe Einsätze angetreten waren.

Letztes Jahr hat George freundlicherweise zugestimmt, ein Interview in Verbindung mit meiner Dokumentation zu geben. Wir haben auch einen film von uns, wie wir zusammen Fußball spielen. Prost Kumpel, wir sehen uns demnächst.

Ich ergehe mich nicht zu oft in Erinnerungen, da es zu viel zu tun gibt, aber ich gehe häufig durch LHR und Erinnerungen werden ausgelöst, wenn ich über meine alte Heimat fliege. London HEATHROW Airport ist benannt nach Hounslow Heath, wo ich als Kind gespielt habe und Dick Turpin als Geächteter geritten ist, wenn auch nicht gleichzeitig.

In früheren Tagen, oder eher Nächten, träumte ich in Angstschweiß gebadet, als Stratocruiser und Kometen explodierend in das 42 Hektar große Feld krachten, das - wunderbarerweise - immer noch unbeansprucht von Startbahn, Terminal oder weiterer Bewohnung dasteht. Wie der überlebende Flecken von Cranford Park oder The Heath selbst, bleibt es ein kleinbäuerliches Anwesen für Geister (der Aviator).

Egal, das war es in den Seiten eines weiteren verdammt miserablen BA-Erlebnisses - Lügner, Lügner, Vielflieger.

Also steckte ich ein Bliss (engl. Glückseligkeit, Anm. d. Übersetzers) zwischen meine Lippen, zielte auf einen geheimen Platz, und zog mich sanft zurück.
'Entschuldigung, Sir!! Sie können im Terminal nciht rauchen.'
'Ja, ich weiß.'
'Sir!! Sie müssen die Zigarette ausmachen.'
'Welche Zigarette?'
'Sir, ich rufe den Sicherheitsdienst - SIE KÖNNEN HIER DRIN NICHT RAUCHEN!!!!!!'
'Sehen Sie irgendwelchen Rauch?'
Der Sicherheitsdienst trifft ein - Security arrives - sich aufbauschend...
'Meine Herren, was ist das Problem? Oh, ich sehe, SIR - sie sind verhaftet wegen Rauchens.'
'Aber ich rauche nicht. Sehen Sie irgendwelchen Rauch? Ich habe keine Feuerzeug, dieses ding brennt nicht.'
'DAS ist eine Zigarette und sie ist gegen das Gesetz.'
'Tatsächlich, wenn Sie genau hinschauen würden, würden Sie sehen, das das keine Zigarette ist, ich bin am Blissen.'
'Blissen?'
'Ja, das ist meine neue Erfindung. Sie ziehen an einem ende des Bliss - dieses ist gefiltert - und dann benutzet man nur seine Vorstellungskraft; das ist wirklich ziemlich nett. Es gibt keinen Tabak, und man bekommt keine Flammen, Rauch oder Asche. Keine Streichhölzer oder Feuerzeuge werden benötigt. Können Sie irgendetwas riechen? Nein, es ist geruchslos. Es hat keine Auswirkungen auf irgendjemanden außer natürlich den Inhalierer selbst.'
'Aber wir mögen den Anblick davon nicht - Haben Sie eine Genehmigung?'
'Ich brauche keine.'
'BRAUCHEN SIE DOCH!!!'
'Aber ich sauge nur an einer Röhre.'
'Nun, es sieht aus wie eine Zigarette und bis wir entschieden haben, was es sit, sind Sie verhaftet - und wir werden diese Zigaretten zur Analyse mitnehmen.'
'Das sind keine Zigaretten.'
'Brauchen Sie einen Anwalt?'
'Nein, ich brauche eine Zigarette.'
'Machen Sie sie aus!'
'Ich kann nicht - sie ist nicht an.'

Es ging nicht weiter, aber ich bin sicher, mein Bliss ging direkt zur Registrierung zum Patentamt an einen offiziellen Regierungsdieb, und wird bald an den Zeitungsständen erscheinen; natürlich nicht länger immerwährend, aber hoch besteuert, mit Zusatzstoffen und einem angemessenen Stigma. Es wird ein Stigma geben müssen, um die Todesdrohungen auf der Verpackung zu rechtfertigen, und es muss chemisch suchterzeugend sein, damit die Ertragsquelle nicht austrocknet. Dennoch sind sie leicht genug herzustellen und die ersten Erfahrungen mit Gruppen-Blissen ließ bei mir überhaupt keine Zweifel übrig. Ich weiß, was ihr jetzt denkt.

Dann starrte ich für eine Stunde auf ein teilweise fertiges Sudoku - in der Kategorie diabolisch - und fragte mich mit einer merkwürdig nervösen Erregtheit, wo zum Teufel ich etwas falsch gemacht hatte. Die hauptsächliche Begeisterung an dieser zeitweiligen Ablenkung ist es, zurück an die Arbeit zu gehen mit einem Bleistift - Schreibwarenfetischist der ich bin - und einem Spitzer; diesem raffinierten Gerät, das das Abschaben enthält, aber überhaupt keine Hilfe bei den Überbleibseln vom Ausradieren ist.

Wir haben Gewinner, ja Gewinner des letzten Wettbewerbs von DF 38: siehe unten. Ich war sehr beeindruckt vom Standard der Einsendungen. Jeder zeigte einen durchweg hohen Grad an Witz und Entrüstung. Ich danke euch; wir nehmen Kontakt auf, um euch zu helfen, eure Preise zu beanspruchen.

Würdet ihr nicht zustimmen, dass die Reportage weit erniedrigender war als die Schnupferei [unübersetzbares Wortspiel: reportage - snortage; Helge, Übersetzer] in der Kate Moss Affäre?

Bestes TV-Erlebnis des Jahres war zuzusehen, wie Tony Parsons zerlegt wurde von Diane Abbott auf BBC 1 aktuelle Affären This Week - präsentiert von Andrew Neil und diese Woche mit dem Untertitel: Portillo's Peccadilloes [Portillo's kleine Sünden - unübersetzbares Wortspiel; Helge, Übersetzer].

Für diejenigen unter euch, die es noch nicht gelesen haben, darf ich The No. 1 Ladies' Detective Agency - Alexander McCall Smith empfehlen.

Während einem kürzlichen Fußballspiel zwischen Manchester United und Chelsea gab es insgesamt sieben gelbe karten; jede davon leistet ihren Beitrag zu einer Gesamtheit, die zu einer Strafe führt, z.B. einem auszusetzenden Spiel. Merkwürdig genug wurde nicht eine dieser Karten wegen Foulspiel gezeigt:

60 min: Drogba (Chelsea) Meinungsverschiedenheit
63 min: Smith (Man U) unsportliches Verhalten
65 min: Ronaldo (Man U) unsportliches Verhalten
66 min Ferreira (Chelsea) unsportliches Verhalten
67 min: Fletcher (Man U) Meinungsverschiedenheit
79 min: Galla (Chelsea) unsportliches Verhalten
90min: Makelele (Chelsea) unsportliches Verhalten

Interessant? Ich glaube nicht. Bescheuert? Oh ja!

Ich werde jetzt im Nebel verschwinden; wir sehen uns alle wieder im Neuen Jahr. Habt entzückende [rapturous - unübersetzbares Wortspiel mit Rapture…; Helge, Übersetzer] Feiertage und - wer immer euer gewählter Gott ist - mögen eure Gebete erhört werden.

Cheers und Hintern hoch,
Ian Gillan

Copyright © Ian Gillan 2005

Ergebnisse des Wettbewerbs vom letzten DF:

Es gab einen hohen Standard der Einsendungen und ich fand des schwer, die Gewinner auszuwählen. Namen auf der kurzen Liste waren (einige von euch Leuten sollten in nicht allzu ferner Zukunft einen Arzt aufsuchen): John Marshall; DW; Raj Tiwari; Rolando Paolone; Michael Burrows; Ralf Kwaschik; Irene Fung; Joel Advincula; Jerry Fielden; Allen Crumm; Andy Jones; Korhan Olcer Keith Thompson; Tom Dixon; Jutta Thurm; Iain Harnish; Frank Fitzgerald; Jonathan Leighton Brown; Terry Hough; Rich Franz; Charlie Jeffreys; Tom Green; Martin Cook; David Pugliese; Brent Soileau; Doug Smith und Ann E. Thomann.

Von da schnitt ich es runter bis auf die letzten drei - na gut, vier, ich konnte mich nicht entscheiden - und hier sind sie mit ihren Einsendungen:

From Ann E. Thomann

In response to your most interesting article of Thursday 14th July 2005, I must question two points made. I do not believe that all musicians will oppose the 'criminalisation of live music.' On the contrary, it has been brought to my attention that certain pop artists (sorry, I can't name anyone specific)are secretly behind the whole thing. These individuals are conspiring with government officials in order to continue to profit from what they do best; Hiding in recording studios, making expensive and very tacky promotional videos and giving hour-long interviews without actually saying a thing, hence, avoiding life on the road entirely. They already consider touring a thing of the past.

With minimal stage exposure, they no longer have to practice lip- synching in front of a mirror only to be caught with their pants down during one of their 'concerts' anyway. You see, so many have suffered this humiliation that the only solution is to stop the real musicians from competing with this new type of artist. (I must unfortunately use the word 'compete' because this is how the music industry seems to view music nowadays). Why endure long bus rides, lost luggage and months away from home if you can earn a comfortable income making videos and reality shows? These folks don't even have to change out of their pyjamas and someone else does their hair and make-up!

My final point is regarding the 20,000 pound fine and jail term. I agree that the government may regard this as a deterrent in England for now, but as society changes and youth become more and more americanized due to exposure to the media, prison is merely another opportunity for greater success!

Yes, jail is excellent for publicity and enables the artist to gain street credibility before the fans, as well as free food and Cable TV. If a pop star's main marketing tool is 'image' six months in jail could mean the difference between a high paying record deal and flipping burgers.

Ann E. Thomann

From Andrew Jones

In respect of the laws outlined in your letter, it is clearly inaccurate to report that any musician will be allowed to play under licence. This is in clear contradiction of the petition drawn up by the Noise Abatement Society for the abolition of any sound travelling further than three metres, as this is an infringement of basic human rights. Although not musicians, any future reunion by the Spice Girls would be covered by this Act on the basis that mime artists would be assumed to be taking the piss.

This Act also applies to whistling although the report fails to mention that jailbirds will be able to ignore the rule on the basis that 1)They are already in prison and 2) Nobody gives two hoots whether they are guilty or not.

The Dancing Act will not come into force until the term is suitably defined in law. As so ably demonstrated by Prescott and friends on Labour's election night victory, dancing is subject to criminal abuse. To be able to dance within the required legal groups each person will be tested to ensure that no subversive tendencies are displayed that could corrupt community dancing - a strict dress code of either pin stripe suits or cotton trader shirts with chinos will be enforced for men.

In addition to the above, the following edicts will also be enforced by Blair's Reich:

- It will soon be a crime to pass wind without clearance from the Met Office

- No one can speak publicly without clearance from a spin doctor

- No movement is allowed outdoors alone without a full itinerary being presented to, and approved by, the Deputy Head of Pavement Resurfacing at the local council.

As someone said; ˜No drinks, no smokes, no dicking around, no dirty jokes!!!!

All the best
Andy Jones

From David Churchyard

When a statement is declared to be unbelievable, our sense of incredulity comes from the fact that, whilst a concept might appear highly unlikely, it is in fact true.

However, when a statement is unbelievable because of the obviously erroneous nature of its content, (e.g. the moon is made of green cheese), then it is unbelievable because it is, in fact, not true.

Therefore, I would suggest that all five statements in Dear Friends are both totally unbelievable and, frankly, unbelievable!

Best wishes,

David Churchyard
Hastings, UK

From Jonathan L. Brown

The part of the article that is unbelievable is that the prohibition on singing stops at the M25. Given that the international brotherhood of bureaucrats transcends national boundaries, surely the breed over there exhibits the same grasping desire to control everything, especially the mundane, as exhibited so well by our common North American variety.

Thus, it is inconceivable that such a creature would accept limitation by geography on the random imposition of power. Their natural habits would require that the prohibition on singing not only be extended throughout the territorial boundaries of the UK, but should also call for a UN treaty to enforce the ban on a global scale.

I also refuse to accept that there would be an exception for owls. It might give the wrong impression that reality entered into the decision-making process.

Jonathan

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